Musée des Arts décoratifs | Christian Dior

Heute gebe ich euch einen Einblick in das Musée des Arts décoratifs mit vielen Bildern der Kleider von Christian Dior.

Paris hat mich nicht nur was die Architektur angeht verzaubert, sondern vor allem was die Mode angeht. Ich habe mir echt viel Inspirationen holen können, welche ich erst einmal verarbeiten muss (im positiven Sinne gemeint). Jedes Schaufenster Outfit habe ich fotografiert und lief am Liebsten nur Straßen mit teurem und hochwertigen Boutiquen entlang. Wie versprochen und schon angekündigt kommt jetzt mein Lieblingsthema bzw. mein Lieblingsereignis aus Paris.

 

Aber fangen wir ganz von vorne an. Als ich ein Kind war, habe ich neben Formel 1 schauen und mit Spielzeugautos spielen auch gerne gemalt. Ich habe sogar eine Zeichenschule besucht und meine Eltern versuchten mein ganzes Potential auszuschöpfen. Warum ich eines Tages aufgehört habe, weiß ich nicht mehr. Aber ich weiß, dass ich gerne Kleider gemalt habe. Ich habe mehrere gezeichnet (also halt so gut es ging) und habe mir dann überlegt, welches davon mir und meinen Freundinnen passen würde. Dies hatte mir meine Oma aus Moskau erst vor Kurzem ins Gedächtnis gerufen und sagte, dass ich aktuell ja gar nicht weit von Mode entfernt bin. Das stimmt schon, ich überlege jeden Tag, was ich anziehe, was ich mir neues zulegen könnte, wie man den Look in Szene setzen kann und am Tag gehen bestimmt mehrere Stunden drauf, um nach Inspirationen zu schauen.

Doch als Kind wollte ich schon immer Modedesignerin werden. Design mache ich im Prinzip ja und meine berufliche Karriere startet auch als Webdesginerin, aber eben nicht Mode. Wenn ich jetzt recht überlege, ist der Traum immer noch da. Vor einigen Jahren, war der Wunsch etwas eigenes zu kreieren bei mir so groß, dass ich zwei Nähmaschinen gekauft habe. Ideen hatte ich im Kopf, nur hat es mit der Umsetzung oder besser gesagt der Motivation immer gehapert. Schließlich ist man nach einem 40 Stunden Job plus Überstunden, Sport und dem täglich Chaos zuhause schon sehr eingebunden. Außerdem liebe ich es auch mal die Füße hoch zu legen und gemütlich auf dem Sofa eine Folge zu gucken – oder zwei, oder drei. So habe ich also zwei Nähmaschinen, Stoffe und eine Oma als Schneiderin und komme immer noch nicht dazu meinen Traum zu verwirklichen. Aber immerhin habe ich den Blog durchgezogen. 😀

Musée des Arts décoratifs

Nach dem Musée des Arts décoratifs wurde dieser Wunsch wieder größer. Dass ich Mode liebe ist kein Geheimnis und ganz üblich, wenn man einen Modeblog hat. Aber selbst etwas zu entwerfen, ist nochmal eine andere Hausnummer. Auf das Museum bin ich durch Instragram aufmerksam geworden und es stand ganz oben auf meiner To Do Liste für Paris. Aber als wir an unserem ersten Tag die Schlange sahen, wusste ich nicht, ob ich mir das antun möchte. Sie ging das ganze Gebäude entlang und um das Gebäude herum! Jetzt im Nachhinein kann ich sagen, ich hätte auch 5 Stunden dafür angestanden! Aber ich hatte das Ticket vorher gekauft und musste nur 1,5 Stunden anstehen. Selbst die Fast Lane Tickets waren mit Anstehen, denn zu diesem Zeitpunkt war im Museum eine zusätzliche Ausstellung zum 70. Geburstag von Christian Dior. Auf fast 3.000 m² mit über 300 Haute Couture Kleider, Accessoires und Fotografien.

 

 

Während des Rundgangs kam ich aus dem Staunen einfach nicht raus. Meine einzigen Worte waren Wow! und Oh mein Gott! gefolgt von Ich will dieses Kleid! und nicht zu letzt Früher war alles besser! Ganz klar, dass mir jetzt wieder die Gedanken zum Modedesign durch den Kopf schwirren. Ich war einfach überwältigt von all dieser Kreativität, den vielen Stoffen, Schnitten, Mustern und Kombinationen. Jedes einzelne Kleidungstück war individuell und mit so viel Leidenschaft für Details entworfen. Für mich ist das wirklich ganz große Kunst, auch wenn es für den ein oder anderen nur Klamotten sind.

 

 

Insgesamt war der Rundgang durch das Museum sehr anstrengend. Ich war den ganzen Tag zuvor unterwegs und erst zum Nachmittag dort. Nach 1,5 Stunden Schlage stehen (zum Glück hat es nicht geregnet), einigen Stunden in dem Museum mit dickem Pulli und viel zu vielen Menschen, war ich danach einfach fertig. Aber es lohnt sich – ich sag’s euch! Am nächsten Tag wollte ich am Liebsten nochmal hin, aber leider haben wir es zeitlich nicht mehr geschafft.

Damit euer Besuch aber reibungslos vonstatten geht, habe ich hier ein paar Tipps für euch.

Tipps für das Musée des Arts décoratifs

  • Kauft das Ticket vorher. Am Besten Fast Lane, denn selbst mit diesem ist die Nachfrage so groß, dass man leider warten muss.
  • Zieht euch nicht zu dick an (im Winter). Es ist wegen der vielen Menschen und der Beleuchtung sehr warm im Gebäude.
  • Nehmt euch etwas zu trinken mit. Nach stundenlangem warten und den Aufenthalt im Museum verdurstet man sonst.
  • Vergesst eure Kamera nicht, um all die schönen Kleider auf Bild festzuhalten.
  • Fotografiert auch die Beschreibung zu den Kleidern, damit ihr auch wisst, was das Thema war.
  • Lasst euch Zeit und lasst die Kleider auf euch wirken. Schaut euch jedes Detail an, denn das ist einfach beeindruckend mit wieviel Liebe die Sachen gemacht wurden.
  • Esst vorher etwas und ladet eure Batterien auf – die in der Kamera, als auch die körperliche. Es kann nämlich anstrengend werden.
  • Seid geduldig. Vor jedem Kleid müsst ihr wahrscheinlich auch nochmal in der Schlange stehen, um es möglichst ganz zu sehen.

War jemand von euch schon im Musée des Arts décoratifs? Ich bin gespannt, was ihr zu dem Kleidungstücken sagt. Habt ihr einen Favoriten oder seid ihr auch so überwältigt, dass ihr euch gar nicht entscheiden könnt? Als kleine Anmerkung am Rande – ihr könnt auf die Bilder klicken und sie euch in größer Darstellung anzeigen lassen.

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